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Windkraft auch in Weilrod!

Für die Stromerzeugung werden auch in Deutschland Verfahren eingesetzt von denen bekannt ist, dass sie gravierende gesundheitliche Schäden verursachen und im Störfall nicht wirklich beherrschbar sind.

Atomstrom: Wie sicher sind Atomkraftwerke?

Die jüngsten Erfahrungen haben eindringlich gezeigt, dass bei Ausfall der Kühlung es bei 2.600°C zur Kernschmelze kommt und die Notfallbestimmungen mit entsprechenden Anweisungen, auch in Deutschland, noch fehlen. Das trifft sicherlich für die neun am Netz befindlichen Deutschen Atomkraftwerke zu und vielleicht in noch größerem Umfang auf die sieben Atomkraftwerke in den Nachbarländern. Im sogenannten Stresstest wurden laut Medienberichten entscheidende Sicherheitsfragen nicht systematisch geprüft.  Der Atomausstieg ist beschlossene  Sache und bis es soweit ist, müssen ca. 10.000 Fässer hochgiftigen Abfalls, sowie „verbrauchte“, aber noch auf sehr lange Zeit strahlende Brennstäbe und ca. 28.000m³ Müll gelagert werden. Und das in Salzstöcken, von denen die Fachleute heute schon sagen dass sie auf Dauer nicht dicht genug sind und die giftigen Substanzen das Trinkwasser verseuchen können. Eine Entscheidung über ein Endlager soll in 2031 getroffen werden. Ob das Endlager auch sicher ist bleibt abzuwarten, Zweifel daran sind begründet.                                  

Kohlestrom: Die Gewinnung und Verarbeitung von Braunkohle verursacht tiefgreifende Eingriffe in die Ökologie. Um Lagerstätten im Tagebau möglichst vollständig abbauen zu können, werden ganze Dörfer umgesiedelt und abgebaggert. Das führt zu Konflikten mit der dortigen Bevölkerung …… ist aber weit weg und daher kaum ein Thema über das man sich bei uns aufregt. Die Verfeuerung von Braunkohle erzeugt zwangsläufig riesige Mengen Kohlenstoffdioxid und in den Kraftwerken eine große Menge Wasserdampf. Die freigesetzten Mengen an Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf haben insbesondere bei Großkraftwerken einen wissenschaftlich nachgewiesenen negativen Einfluss auf das Klima. Kohlenstaub führt zur Staublunge, auch bei unseren Kindern. Aber Braunkohlekraftwerke sollen auch in Deutschland ausgebaut werden (+5%) und darüber hinaus. Es hilft der Umwelt auch wenig wenn Deutschland Kohle, ca. 34 Mio. Tonnen jährlich, z.B. aus Kolumbien importiert. Die Sicherheitsauflagen in diesen Ländern sind eher gering und die Umweltbelastungen noch gravierender. Die Diskussionen über Klimaschutz vor dem Hintergrund der Braun – und Steinkohlegewinnung und deren Verstromung sind absurd.

Windkraft: Eine ökologische Ergänzung zur Stromerzeugung sind Windkraftanlagen. Ob als Offshore Anlagen auf See, Strömungskraftwerke unter Wasser oder Windräder an windreichen Standorten. In Weilrod begannen schon vor 2011 Überlegungen zur alternativen Energiegewinnung. In 2011 wurde ein Arbeitskreis mit Mitgliedern aller im Parlament vertretenen Parteien und Gruppierungen gebildet mit der Aufgabe, eine alternative Stromgewinnung für Weilrod zu entwickeln. Dabei wurden sowohl Photovoltaik und Erdwärme als auch Biomasse und Windkraft diskutiert. Im Hinblick auf eine zeitnahe und wirtschaftliche Realisierbarkeit stand nach eingehenden Beratungen die Windkraft an erster Stelle. In den nachfolgenden Beratungen in Ausschüssen, dem Gemeindeparlament, dem Gemeindevorstand und insbesondere in den Bürgerinformationen in Riedelbach und Emmershausen wurde vor der Beschlussfassung über die Installation eines Windparks sehr sachlich diskutiert und umfassend informiert. Mit dem Mehrheitsvotum der Weilroder Bürger soll nun eine Anlage mit insgesamt sieben Windrädern entstehen. Weitere Anlagen brauchen wir nicht in Weilrod.

Vor dem Hintergrund der oben aufgeführten Energiegewinnungsverfahren mit all den negativen Folgen für Umwelt und Gesundheit aller Lebewesen ist die Realisierung der WK‘s in Riedelbach vorausschauend und für die Region beispielgebend. Auch daran sollten bitte diejenigen denken die sich über die Windräder in Riedelbach empören. Die Windräder verursachen im Vergleich der o.g. Verfahren die geringsten Belastungen und können ohne gravierende Folgen rückgebaut werden. Sie stehen vor „meiner  Haustür“ und das ist gut so.

Arno Hahn

Riedelbach